Menschen & Betriebe zeigen wie es geht – Das war der Tag des Klimaschutzes 2026!
Am 31.05.2026, dem diesjährigen Tag des Klimaschutzes in der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen, zeigte sich das Wetter einen Tag vor dem meteorologischen Sommeranfang von seiner wechselhaften Seite. Nachdem am Vormittag Gewitter mit starken Regenschauern vorbeigezogen waren, kam am Nachmittag zwischen den Wolken doch noch die Sonne hervor. Ähnlich verhielt es sich mit dem Besucherandrang im Laufe des Tages an den verschiedenen Stationen in der Samtgemeinde.
Der inhaltliche Fokus des Aktionstages lag wie auch schon im Jahr 2024 auf dem Thema „Klimaschutz im Gebäudesektor“. Dazu hatten sich insgesamt 14 Akteure (Privathaushalte, Handwerksbetriebe, Energieberatungen und größere Firmen) bereit erklärt, ihre Tore zu öffnen und einen Einblick in ihre private Haussanierung oder nachhaltigen Betriebsablauf zu gewähren. Einige von ihnen, darunter der Zimmereibetrieb Karlheinz Meyer, Eckhard Grundmann sowie der Architekt Martin Tolksdorf, waren bereits beim letzten Klimaschutztag vertreten und konnten dank ihres großen Engagements für den Klimaschutz wiedergewonnen werden. Darüber hinaus waren in diesem Jahr, anders als 2024, auch nachhaltig aufgestellte Großbetriebe wie die Schlesselmann GmbH, Froese Energie aus Holz GmbH, Vilser Feldfrüchte GmbH & CO. KG und der Agrar- und Gewerbeservice Vilsen dabei. Eine weitere Neuerung war, dass das Klimaschutzteam der Samtgemeinde mit einer eigenen Station am Rathaus präsent war und für Fragen zum Klimaschutzkonzept sowie zur Umsetzung der Maßnahmen zur Verfügung stand. Dadurch war es im Nachgang sehr spannend zu erfahren, wie das Angebot an den weiteren sieben Standorten in der Samtgemeinde angenommen wurde.
Einen bebilderten Rückblick auf den Tag des Klimaschutzes 2026 bietet der Artikel der Kreiszeitung, den Sie unter folgendem Link aufrufen können: Klimatag in der Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen
Die drei im Gewerbegebiet Kreuzkrug ansässigen Akteure Froese Energie aus Holz GmbH, Vilser Feldfrüchte GmbH & CO. KG und der Agrar- und Gewerbeservice Vilsen konnten während ihrer Öffnungszeiten am Nachmittag von einer sehr hohen Besucherzahl jeglichen Alters berichten – von Familien mit Kindern bis hin zu Rentnerinnen und Rentnern, aus der Samtgemeinde sowie aus dem näheren Umkreis (u.a. Syke). Auch einige Fahrradgruppen hatten ihre Teilnahme an der Stadtradeln-Aktion des Landkreises Diepholz zum Anlass genommen, um noch ein paar Kilometer gut zu machen. Geboten wurden neben leckerem Essen und kühlen Getränken auch Führungen in Kleingruppen über die Betriebshöfe, um einen Blick hinter die Kulissen zu erhaschen und Fragen zu beantworten wie z.B.: Wie genau lässt sich aus Biomasse (Restholz) neue Energie gewinnen? Wie können eigentlich große Lagerhallen gut isoliert und mit regenerativ erzeugtem Strom versorgt werden?
Ein ebenso umfangreiches Programm war in Asendorf auf dem Betriebshof der Schlesselmann GmbH vorbereitet worden. Die aufgrund des schlechten Wetters in den Vormittagsstunden wenigen Besucherinnen und Besucher konnten sich auch dort über das Betriebsgelände führen lassen. Dabei gab es spannende Informationen zur Errichtung der jüngsten Produktionshalle in Holzbauweise und der Versorgung eines derartigen Großbetriebs mit Photovoltaik und Biomasse-Heizung, an die auch angrenzende Haushalte mithilfe eines Nahwärmenetzes angeschlossen sind. Zudem war der Verein CLIMPROACT e.V. vor Ort, der mit dem/der ein oder anderen Interessierten auch auf aktuell noch weniger bekannte Stromspeicher-Alternativen wie thermochemische Speicher zu sprechen kam.
Die von Karlheinz Meyer, Martin Tolksdorf und Lars Tecklenborg angebotenen Baustellenbesichtigungen in Bruchhausen-Vilsen und Schwarme wurden vielerorts von neugierigen Menschen aus der Nachbarschaft angenommen. Auch bei dem ein oder anderen jungen Paar aus dem Umkreis, das derzeit selbst Bauherr ist, konnte in Beratungsgesprächen das Interesse für den modernen Holzbau oder die energetische Sanierung von Altbaubestand geweckt werden. Unter den jeweils vor Ort anwesenden Baugewerken selbst wurde zudem die gute Gelegenheit zur Vernetzung untereinander gelobt.
Warum solche öffentlichen Aktionstage für den Klimaschutz so wichtig sind und auch in den nächsten Jahre fester Bestandteil der Klimaschutzaktivitäten in der Samtgemeinde sein sollen, verdeutlichte Eckhard Grundmann anschaulich an der Station am Rathaus. Mithilfe des Fahnenmastes visualisierte er die Keeling-Kurve, die den kontinuierlichen Anstieg der CO2-Konzentration in der Erdatmosphäre zeigt. An diesem Fahnenmast weht seit dem Tag des Klimaschutzes nun auch immer mal wieder eine Fahne, die verdeutlicht, dass die Samtgemeinde Verantwortung für eine nachhaltigere Zukunft übernimmt und eben „Flagge zeigt“. In diesem Sinne lädt das Klimaschutzteam auch dazu ein, auf der neuen Solarbank vor dem Rathaus Platz zu nehmen und mobile Endgeräte per Kabel oder induktiv mithilfe der Kraft der Sonne aufzuladen.
Auf die Kraft der Sonne hoffen Annika Wilms und Lisa Deffner für den nächsten Tag des Klimaschutzes 2027, um auch dann bei idealerweise besserem Wetter noch mehr Bürgerinnen und Bürger der Samtgemeinde für die Mithilfe beim Klimaschutz zu motivieren und zu begeistern. Für dieses Jahr steht noch aus, ein großes Dankeschön an die interessierten Besucherinnen und Besucher sowie vor allem auch an die mitwirkenden Akteure auszusprechen. Vielen Dank, dass Sie mit so viel Engagement und Eigeninitiative dabei waren!